Die neue Weltunordnung
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Die neue Weltunordnung
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Die neue Weltunordnung

Es mottet und brennt. An den Rändern Europas lodern die Konflikte. Noch nie seit dem Ende des Kalten Kriegs war die Stimmung so geladen. Bis jetzt fehlt dem Westen die Klarheit, wie er der neuen Situation ­begegnen soll.
Als am 17. Juli 298 Flugzeuginsassen tot vom Himmel fielen und dann weit verstreut auf ostukrainischen Feldern lagen, unbestattet und beklagenswert, schien dem Schweigen Klarheit zu folgen. Man erinnerte sich an das Gedicht «Soonest Mended» des einflussreichen amerikanischen Autors John Ashbery, in dem es heisst: «. . . War es doch ein Schock, als dir fast ein Vierteljahrhundert später / Die Klarheit der Regeln erstmals bewusst wurde. / Sie waren die Spieler, und wir, die wir uns abgemüht hatten, / Waren bloss Zuschauer . . .» Heute geht es nicht mehr darum, ob Präsident Putin diejenigen, die das Flugzeug abgeschossen haben, direkt dazu ermuntert oder ­ihnen Waffen geliefe ...
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