Die Paläste stehen noch, nur regieren ihre Bewohner kein Reich mehr, sondern verwalten einen Kleinstaat. Wo österreichische Minister ihr Tagwerk verrichten, wirkten einst habsburgische Kaiser, und manchmal, so will es scheinen, überkommt die heutigen Hausherren ein imperialer Phantomschmerz.
Bald täglich empfehlen österreichische Politiker den Schweizern, das Rahmenabkommen mit der EU zu unterzeichnen. Fast klingen die Kanzler, Minister und Botschafter wie einst Maximilian I. (1459–1519), der eigentliche Begründer des habsburgischen Weltreichs, der sich über die «listigen Worte und Handlungen» der unbotmässigen Eidgenossen wort ...