Als wäre die Hand Gottes im Spiel, stieg das Wasser des Jangtse. Alle vier Minuten ein Zentimeter, knapp achtzig Meter in den ersten zwanzig Junitagen. Es überflutete Dörfer, Städte und viertausendjährige Kulturdenkmäler, dazu Giftmülldeponien und Fabriken. Gut eine Million Menschen mussten umgesiedelt werden.
Tatsächlich spielt hier jemand Gott: Dereinst soll sich der Stausee hinter dem Drei-Schluchten-Damm über 500 Kilometer erstrecken. Die Anlage wird mehr Strom liefern als zwanzig Atomkraftwerke vom Typ Gösgens, dringend benötigte Energie, die China erlaube, obsolete Kohlekraftwerke abzuschalten, die Russ und Treibhausgase absondern. Der Damm helfe, Überschwemmungen zu vermei ...