Politische Langzeitfragen werden mit gutem Grund dann in den Medien aufgegriffen, wenn ein Anlass sie aufs Tapet gebracht hat. Bei der Problematik des Ständemehrs hat die Abstimmung vom 3. März diese Voraussetzung schlecht erfüllt, da nach der Zitterpartie das Doppelmehr zwar hauchdünn, aber doch erreicht wurde, und ebenso war es, mit umgekehrter Disposition, in der EWR-Abstimmung 1992. Aber das biedere «Glück gehabt!» formt keine Handlungsethik: Es wird zumal bei den künftigen europapolitischen Vorlagen erwartungsgemäss geschehen, dass Volks- und Ständemehr auseinander klaffen, und dann befindet sich die Schweiz in einer fatalen Lage: Sie hätte ihre hauseigene «Duplizität des F ...