Keiner wäre so gerne der beste Tenor der Welt geworden wie Roberto Alagna. Der 45-Jährige blieb aber immer zwischen dem dritten und dem siebten Platz hängen. Daran konnte auch die spektakuläre Ehe mit der schönen Sopranistin Angela Gheorghiu nichts ändern. Es brauchte schon einen Skandal, damit Alagna vor zwei Jahren wieder in die Schlagzeilen geriet: Nachdem ihn die Mailänder nach fünf Minuten auf der Bühne ausgebuht hatten, verliess er die «Aida»-Vorstellung. So offen hatte sich noch kein Sänger eine Demütigung anmerken lassen. Mitleid wich dem Spott.
«Singen hat mit der Sensibilität des Menschen zu tun, mit den Nerven. Wenn ein Sänger etwas müde oder gar kränkelnd ist, h ...