Morgendämmerung in Venice Beach: Die Luft ist feucht und sauber, sie riecht nach Salz und schmeckt nach Meer. Der vielleicht obsessivste Filmemacher aller Zeiten, Werner Herzog, joggt den legendären Strand entlang, dort, wo Jim Morrison den Doors-Song «The End» geschrieben hat. Er sieht beim Laufen zu, wie der Himmel langsam blau wird, er holt tief und langsam Luft, hält den Atem an, atmet heftig aus und wird dabei beängstigend rot im Gesicht – Herzog pflegt eine seltsame Atemtechnik. Doch wie jeden Morgen ist Herzog mit der Hoffnung am Laufen, vielleicht beim «falschen Atmen» Antworten zu erfahren, dabei in sich hineinzuschauen, dorthin, wo vielleicht kein normaler Mensch nach Ant ...