Die Mordtat war geplant, und sie zeugte von einer erschreckenden Kaltblütigkeit. Am Abend des 6. September 1990 holt Buchhalter Gustav G. seinen 13-jährigen Sohn Reto bei der Mutter ab, angeblich für eine gemeinsame Partie Tennis. «Der tuen is scho fürs Läbe», prophezeit er zum Abschied seiner Frau, die sich von ihm getrennt und soeben die Scheidung eingereicht hat. Doch statt zum Sportcenter lenkte G. seinen Mitsubishi in ein abgelegenes Waldstück bei Rothenthurm. Dort fällt er seinen Sohn unverhofft an und würgt ihn, bis Reto regungslos vor ihm liegt. Zur Sicherheit schlägt der Vater hernach mit einem Holzstock auf Retos Kopf und wirft den vermeintlich leblosen Körper eine 25 M ...