Wer als Kind Räuber und Gendarm gespielt hat, dem fällt es als Erwachsenem schwer, sich für einen der beiden Berufe zu entscheiden. Als Räuber hat man mehr Spass und Abwechslung, als Gendarm mehr Freizeit und eine bessere Altersversorgung. Als dritter Weg, sozusagen als Synthese der beiden Berufe, bietet sich eine Laufbahn als investigativer Reporter beim Fernsehen an. Dann ist man mal Räuber und mal Gendarm, aber immer auf der sicheren Seite; denn man handelt in höherem Auftrag, wie einst die Kopfgeldjäger, die dort ansetzten, wo die Sheriffs aufhören mussten.
Wie das in der öffentlich-rechtlichen Praxis funktioniert, konnte man letzten Donnerstag im Magazin «Panorama» der ARD er ...