«Niemanden wird es heute überraschen, dass die Vorstellungen, die sich mit dem Automobil verbinden, höchst komplex sind: Es gibt in unseren Gesellschaften vermutlich niemanden, der nicht entweder von Autos spricht (wenn er eins hat) oder träumt (wenn er keines hat).» So beginnt ein vierzig Jahre alter Text von Roland Barthes. Er schrieb ihn, auf der ersten Woge seines theoretischen Erfolges reitend. Und der Essay führte sogar dazu, dass der Starphilosoph einen Auftrag von Renault annahm. Anders als der berühmte Aufsatz über den Citroën DS, erscheint die «Mythologie des Automobils» erst dieser Tage auf Deutsch – anlässlich der Ausstellung «Auto-nom» im NRW-Forum in Düsseldorf ...