Es ist heute die gänÂgige Meinung, dass die Eidgenossenschaft vor der Französischen Revolution und dem Einmarsch der Truppen Napoleons in unser Land ein morsches, korruptes Gebilde war, dessen Ende nicht früh genug kommen konnte, um der «modernen Schweiz» Platz zu machen. Edward Gibbon (1737–1794), der Verfasser des einst weltberühmten und immer noch lesenswerten Monumentalwerks «The History of the Decline and Fall of the ÂRoman Empire», sah das anders.
Edward Gibbon wurde als Fünfzehnjähriger von seinem Vater, einem ewig in finanziellen Schwierigkeiten steckenden englischen LandÂedelmann, 1752 zu einem reformierten Pfarrer nach Lausanne in die Verbannung geschickt, weil der ...