Nichts war den Erben des Imam Chomeini zu billig. Südwestlich von Teheran haben sie um sein Grab eines der grössten modernen Bauwerke der islamischen Welt errichtet. Das Mausoleum mit den neunzig Meter hohen vergoldeten Minaretten soll an den Mann erinnern, der vor einem Vierteljahrhundert den Schah gestürzt und aus dem Iran einen Gottesstaat gemacht hat. Weil der Revolutionär Chomeini für sich in Anspruch nahm, die wahren Absichten Allahs zu kennen, stellte er sich über das gemeine Volk. «Der Geist Gottes», wird er auf einer Inschrift in der Chomeini-Moschee gepriesen, als wäre er der Begründer einer neuen Religion.
Die Moschee, die Tausenden von Pilgern Platz bietet, macht den ...