Nach seiner Wahl zum neuen Ombudsmann des Schweizer Fernsehens sah sich Vizekanzler Achille Casanova an seine Jugendzeit erinnert. Er kehre nun, sagte er, «zu meinen beruflichen Wurzeln, zum Radio- und Fernsehjournalismus zurück».
Seufz, gleich kommen uns die Tränen. Nach dieser Lesart müsste man den ehemaligen Banklehrling Martin Ebner sofort zum Kleinanleger-Ombudsmann befördern und den früheren Arzt Daniel Vasella zum Ombudsmann der Gesundheitsorganisationen. Dann wären auch sie zu ihren beruflichen Wurzeln zurückgekehrt.
Casanova ist als TV-Ombudsmann eine ähnliche Fehlbesetzung, wie Ebner und Vasella es in unseren Beispielen wären. Es geht in öffentlich-sensiblen Funktionen ...