Am 1. Juli übernimmt die Slowakei turnusgemäss den Vorsitz in der EU. Zugleich ist mit Donald Tusk ein Pole EU-Ratspräsident. Damit stehen zwei Länder der Visegrad-Gruppe (V4), der noch Ungarn und Tschechien angehören, an der Spitze zweier EU-Institutionen. Das ist zwar ein Zufall, aber gleichwohl symbolhaft: Denn der Einfluss der Mitteleuropäer in der EU ist so stark wie nie zuvor.
Beim jüngsten V4-Gipfel in Prag umschrieb Ungarns Regierungschef Viktor Orbán den Unterschied zwischen Ost und West in der EU mit «unterschiedlichen Vorstellungen von der Zukunft». Entsprechend wollen die Visegrader jetzt gemeinsame Standpunkte ausarbeiten. Diese Haltung ist neu in den Ländern, ...