Ist dies noch Jazz? John Surman, dieser grosse lyrische Sänger des Saxofons (des Bariton- und des Sopran-Formats zumal, neben der Bassklarinette), hat sich mit dem brasilianischen Pianisten Nelson Ayres und dem US-amerikanischen Vibrafonisten und Marimbaspieler Rob Waring (er lebt wie der Brite Surman heute in Norwegen) zu einem Trio vereinigt, das eine Musik spielt, die fast zu schön ist, um wahr zu sein: weite Klangfelder, über denen der obsessive Melodiker Surman magisch intensive Melodiebögen zieht. Jazz or not? Surman couldn’t care less.
Dass diese Musik, die ohne Rhythmusgruppe auskommt, jazzmässig in ein Grenzland vorstösst, muss Surman selbst bewus ...