Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist für seine aufbrausende Art bekannt. Verliert er die Contenance, kennt er weder Freund noch Feind. Unvergessen jene Pressekonferenz, als er fröhlich grinsend seinen eigenen Sprecher fertigmachte, weil die Unterlagen für die Presse nicht rechtzeitig verteilt worden waren. Selten war das Wort «menschenverachtend» so angebracht wie in diesem Moment.
Letzte Woche hatte Schäuble wieder einen unvergesslichen Auftritt, diesmal am Rande einer Tagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Ohne jeden Zusammenhang zum Thema der Tagung tat Schäuble kund, die EU-kritische Alternative für Deutschland (AfD) sei «eine Schande für Deutschland», ...