Der Schweizer Fotograf Daniel Schwartz hat einen Wälzer von tausend Seiten publiziert: «Schnee in Samarkand. Ein Reisebericht aus dreitausend Jahren». Das schriftstellerische Debüt des 55-Jährigen, der sich vor allem durch sein Werk über die Chinesische Mauer einen Namen machte, versammelt nun seine zentralasiatischen Erfahrungen und Lektüren. Das Werk ist so unzugänglich wie die Regionen, die es beschreibt, und statt an eine geöffnete Tür zu treten, begegnet der Leser zuerst auch eher einer Mauer: eine komplizierte Einführung zum Thema Umschrift. Schon im ersten Abschnitt ist von «Ethnonymen», «Toponymen» und «multivektorieller Ausstrahlung» die Rede, dann kommen jede Menge ...