Verfinsterung ist ein Weg, die Dinge schärfer zu sehen. Bei Thomas Bernhard wird die Verdunkelung schon fast zur Manie, ja Manier. Die grossen Meister der Melancholie sind keine Heulsusen. Die wahre «Schwarzgalligkeit» hat nichts mit Sentimentalität oder gar Selbstmitleid zu tun. Sie hat etwas Unerbittliches. Wo es um die Abgründe der Kunst und der menschlichen Seele geht, ist vieles paradox, und so kann Melancholie auch unerwartet explosiv wirken. Wie Bernhards Suaden. Wie finster deren Inhalte auch sind, seine Lamenti entwickeln eine ansteckende Kraft. Ihr Pessimismus provoziert via Induktion einen optimistischen Drive.
Etwas abstrakt, zugegeben, wenn es um die Musik von Tomasz Stanko ...