Auf den ersten Blick wirkt es paradox: Ausgerechnet das kleine Sultanat Oman – und nicht die Schweiz – ist gefragt, wenn es um die Lösung heikler Konflikte geht. Die strategisch günstig gelegene Monarchie am Eingang zum Persischen Golf mit rund 5,5 Millionen Einwohnern soll jetzt im Streit zwischen den USA und dem Iran vermitteln. Die Guten Dienste der Eidgenossenschaft waren nicht gefragt. Diese Woche fand zwar die zweite Runde der iranisch-amerikanischen Gespräche in Genf statt. Aber die Schweiz war bloss Kulisse und Ort der Handlung, ohne inhaltlichen Input zu leisten.
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