Die Lage in Nordafrika ist unübersichtlich: Tausende Menschen strömen täglich über die libysche Grenze nach Tunesien und Ägypten. Viele davon sind Gastarbeiter, die schnellstmöglich zurück in ihr Heimatland wollen. Andere flüchten vor den Bürgerkriegswirren, wurden misshandelt und suchen Schutz vor den Schergen Gaddafis. Sie landen in notdürftigen Flüchtlingscamp oder, wenn sie Glück haben, bei Familien und Freunden.
In Libyen leben gemäss Schätzungen mindestens 1,5 Millionen Schwarzafrikaner, die darauf hoffen, irgendwann nach Europa überzusiedeln. Mit Gaddafis Machtverlust haben sich die Schleusen geöffnet. Momentan befinden sich zwar viele davon aus Angst vor rassistisch ...