Ausstellung
Die Schweiz und die Verwerfungen Europas
Barock: Zeitalter der Kontraste. Landesmuseum, Zürich. Bis 15. Januar
Wer einen Frieden derart pompös inszeniert, der traut ihm nicht: Eine riesige Tapisserie zeigt das Treffen des französischen Monarchen Louis XIV. mit dem Spanier Philipp IV. Die beiden Herrscher besiegelten Mitte des 17. Jahrhunderts das Ende ihrer kriegerischen Auseinandersetzungen, indem der Spanier seine Tochter Maria Teresa für eine halbe Million Goldécus an den Franzosen verschacherte. Die junge Frau steht hinter ihrem Vater, nicht etwa schüchtern, sondern selbstbewusst. Sie scheint zu wissen, welches politische Pfand ihre schiere Existenz bedeutet. Im Hintergrund sind die Entourages der beiden Herrscher als Garden gruppiert, die dafür sorgen, dass keiner dem anderen ...

