Seit zwanzig Jahren beschäftigen Sie sich mit den Flüchtlingen im Zweiten Weltkrieg. Wie kamen Sie auf das ÂThema?
Als 1996 im Genfer Archiv die Flüchtlingsdossiers wiedergefunden wurden, habe ich mich sofort dafür interessiert und konnte dank Jean-Claude Favez schnell am Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds mitarbeiten. Mein Team arbeitete damals Âparallel mit der Bergier-Kommission. 1999 habe ich zudem gemeinsam mit dem Auschwitz-Überlebenden Willy Berler dessen Lebensgeschichte aufgearbeitet. 2003 erschien das Buch in deutscher Übersetzung («Durch die Hölle», Ölbaum-Verlag).
Ihr Interesse für das Thema ist wohl durch Ihre eigene Familiengeschichte bed ...