Berlin
Leyla Bilge, 40, AfD-Kandidatin bei der Bundestagswahl, ist eine Reizfigur. Einmal wurde sie als «Frau des Jahres» gefeiert, dann wieder als Aktivistin beschimpft, die Rassismus unter dem Deckmantel des Feminismus betreibe. Sie organisierte 2018 zwei Frauenmärsche gegen Ehrenmorde, Zwangsheirat, Klitorisbeschneidung und Vergewaltigung – und weiss, wovon sie spricht.
Als Kind eines kurdischen Ehepaars, das in Deutschland politisches Asyl bekommen hatte, erlebte sie, wie Menschen aus mittelalterlichen Strukturen in ein hochentwickeltes Land kommen und hier ihre frauenverachtenden Bräuche weiterführen. Sie wurde mit sechzehn zwangsverheiratet, bekam ein K ...