«Nehmen Sie bitte Platz», sagt die Frau am Empfang. Normalerweise wartet man dann eine Viertelstunde auf einem zu niedrigen Sessel, blättert in einer alten Ausgabe von Reader’s Digest und darf, wenn man Glück hat, mithören, wie die Receptionistin ihrer Kollegin von Haut- oder Eheproblemen berichtet. Ganz anders beim Modeunternehmen Strenesse in Mailand: Der Sessel ist bequem, ein livrierter Kellner serviert Espresso, und zwei Schönheiten stöckeln auf mich zu, drehen sich im Kreis und treten wieder ab. Um gleich darauf in anderen Kleidern wieder zu kommen. Doch während ich sachverständig die Kleider begutachte und Strichmännchen in mein Notizbuch kritzle, fliegt der Betrug auf: N ...