Als ich morgens um halb neun in Oberwald losgehe, zeigt das Thermometer meines Taschenmessers minus neun Grad an, und ich frage mich, ob ich nicht besser im gemütlichen Hotel «Ahorni» ein wenig länger geschlafen und meine Wanderung ein bisschen später angetreten hätte.
Tatsächlich werde ich meiner Existenz erst so richtig froh, als ich nach Ulrichen exakt um 9 Uhr 41 in die Sonne komme und das Schlottern im Biswind ein Ende hat. Den Rest des Tages zeigt sich das Goms, wie der östliche Teil des Kantons Wallis heisst, von seiner charmanten Seite: ein weites Trogtal, auf beiden Seiten von hohen Bergen flankiert und von der Rhone dekorativ durchflossen, die hier «Rotten» genannt wird ...