«Für Dora, die kein Zufall ist», heisst es auf der ersten Seite – eine seltsame Widmung für ein Buch mit dem Titel «Alles Zufall». Stefan Klein gerät für einen Moment in Verlegenheit. «Dora ist meine Tochter», sagt er zögernd. «Natürlich fällt mir das Eingeständnis schwer, dass ihre Existenz reiner Zufall ist.» Dann, mit festerer Stimme: «Das ist es auch nicht.» Zufällig seien allenfalls die Details: Geburtsdatum, Geschlecht, Charakter. «Aber dass wir früher oder später ein Kind bekommen würden, war kein Zufall.»
Wir sitzen in einem Freiluft-Café an der Spree, zwischen Backsteinkaminen und Bahntrassee. Stefan Klein, 39, ist eine unkonventionelle Figur: studierter P ...