Derzeit versuchen wirtschaftsmächtige Akteure wie die EU und die USA – nennen wir sie «Senderländer» –, unliebsam handelnde «Zielländer» wie Russland wirtschaftlich zu schädigen und so deren Regierungen zu Verhaltensänderungen zu zwingen. Die Verfechter solcher Handelsembargos hoffen, dass die Verschlechterung der Wirtschaftslage die Regierung und ihre Entourage schädigt, die Finanzierung ihres Machtapparats erschwert, zu verstärkter Opposition führt und so einen Kurswechsel oder die Absetzung der Regierung herbeiführt. Tatsächlich verknappen Embargos im Zielland die Importgüter und treiben einen Keil zwischen Inland- und Weltmarktpreise, während Exportgüter an Wert verl ...