Auf dem Motorrad war die Freiheit grenzenlos, auch in Moskau in jener Oktobernacht im Jahre 1965. Waleri Brumel, der beste Hochspringer der Welt, der kürzlich verstorbene melancholische Kosmonaut des Kalten Krieges, damals 23 Jahre alt, klammerte sich auf dem Rücksitz an seine Geliebte, die Motocrossfahrerin Tamara Golikowa. Ihr Rendez-vous endete an einem Baum. Tamara blieb unverletzt, aber Waleris rechter Unterschenkel und das Fussgelenk wurden unter der Maschine zertrümmert; es drohte die Amputation. Nach 37 Operationen konnte er wieder gehen, aber eines Tages glitt er aus, das Bein (sein Schwung-, nicht sein Sprungbein) brach erneut. Der Orthopäde Professor Ilisarow zersägte sein Sc ...