Die Rebellen haben Norduganda zugrunde gerichtet. Während der dreistündigen Fahrt von Lira nach Gulu kurz vor der sudanesischen Grenze schaut keines der Mädchen zum Fenster hinaus. Charlotte Awino drückt die Wange an die Glasscheibe und schliesst die Augen vor den verlassenen Gehöften und den brachliegenden Feldern, die früher Kassava, Hirse und Bohnen für ganz Uganda geliefert haben. Nach achtzehn Jahren Bürgerkrieg leben nunmehr über 1,5 Millionen Flüchtlinge in Zeltcamps, weil sie lieber einen langsamen Tod durch Krankheit und Mangelernährung in Kauf nehmen, als nachts von Angehörigen der Lord’s Resistance Army (LRA) überrascht zu werden. Diese Rebellen massakrieren oder ve ...