Eine Weinkolumne ist nicht der Ort für Bekehrungen. Ohne eine Portion Glauben kommen ja auch Agnostiker nicht aus (sind sie Wissenschaftler, nennen sie den Glauben einfach «Hypothese» oder «Wahrscheinlichkeit»). Sobald das Wort einen Anspruch auf Alleinseligsprechung meint, wird mir, berlinisch gesagt, blümerant. In meines Vaters Weinberg wächst so Unterschiedliches, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll (auch der, für den Seligkeit eine diesseitige Angelegenheit ist). Snobs verpassen die schönsten Seiten des Lebens.
Nun will ich ja nicht gerade das Loblied des Asti Spumante anstimmen (auch wenn’s im Meer des Vergessens, das unter diesem Label perlt, inzwischen ...