Zum Stockholm-Syndrom: An einem Donnerstag im August 1973 betraten mehrere Unbekannte die Sveriges-Kreditbank in Stockholm, verbreiteten mit Maschinengewehrsalven Angst und Schrecken und nahmen unter den Angestellten vier Geiseln. Während der folgenden fünf Tage war das Leben der Geiseln in ständiger Gefahr, und man beobachtete zum ersten Mal ein psychologisches Phänomen, das seitdem als Stockholm-Syndrom bekannt ist: eine Verhaltensweise von Verbrechensopfern, die sich aufgrund der Extremsituation ungewollt mit ihren Tätern arrangieren, sich in sie verlieben, Mitleid fühlen und unter Umständen sogar gemeinsame Sache mit ihnen machen. Bekannt ist der Satz, den eine der Geiseln am Tel ...