Die Tollheit der Romantik
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Die Weltwoche

Die Tollheit der Romantik
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Film

Die Tollheit der Romantik

Philipp Stölzl holt Goethe vom deutschen Denkmalsockel und inszeniert eine furiose Love-Story.
Ein deutscher Spielfilm über Goethe? Über einen ges. gesch. Klassiker? Hermann Hesse beschrieb im «Steppenwolf» das ultimative Goethe-Bild: «Einen charaktervollen, genial frisierten Greis mit schön modelliertem Gesicht, in welchem weder das berühmte Feuerauge fehlte noch der Zug von leicht hofmännisch übertünchter Einsamkeit und Tragik . . .» Lange war dieses Bild für jeden Bildungsbürger geradezu bindend. Für den Film nahmen die Deutschen ihre Klassiker nie vom Sockel, im Gegensatz zu den Briten, die mit Europas Lichtgestalten immer gerne spielen, wie etwa Tom Stoppard mit «Shakespeare in Love». Demontage ist das nicht, nur das Recht auf normalen Umgang mit den Genies. Endl ...
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