Der Satz stand soeben in einem Kommentar des Zürcher Tages-Anzeigers, und der Satz war eine linguistische Delikatesse. Der Satz lautete: «Wir glauben der Wirtschaft tendenziell, wenn sie sagt, die hohe Zuwanderung der letzten Jahre produziere Wohlstand für alle.»
«Wir glauben der Wirtschaft.» So etwas hatten wir im traditionell wirtschaftskritischen Tages-Anzeiger seit Jahrzehnten nicht mehr gelesen. «Wir glauben der Wirtschaft.» Auch der Kommentator wusste, dass der Satz für sein Blatt ungeheuerlich war. Darum schob er aus Verlegenheit noch schnell das Wörtchen «tendenziell» ein.
Auch in anderen wirtschaftsskeptischen Medien wie der Blick-Gruppe, im staatlichen TV und Radio, in ...