Unterkriegen lassen hat sich Stanislav Gajic nie. Dass er im Gegensatz zu seinen Schweizer Kollegen 120 Bewerbungen verschicken Âmusste, bis er eine Lehrstelle fand, war ihm egal. Und er hat sich daran gewöhnt, dass er im Streit auch mal «Scheiss-Jugo» genannt wird, obwohl er seit mehr als zehn Jahren den Schweizer Pass besitzt. «Hier bin ich zu ÂHause», sagt der 25-Jährige, und mit «hier» meint er die Schweiz, das Land, in das seine Familie 1989 kurz vor Ausbruch des Jugoslawienkrieges auswanderte.
Heute hat «Stani» einen Job als Immobilienbewirtschafter und lebt mit seiner Familie in einem Einfamilienhaus in Schlieren. Im Haus herrscht plüschige Gemütlichkeit, draussen bauen ...