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«Die Uno ist doch kein Fussball, den man herumkicken kann»
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Interview

«Die Uno ist doch kein Fussball, den man herumkicken kann»

Keiner kennt die Vereinten Nationen besser als der englische Diplomat Sir Brian Urquhart, der vierzig Jahre in ihren Diensten stand. Ein Gespräch über den Irakkrieg, eitle Funktionäre und die Macht von Kleinstaaten.
Sir Urquhart, Sie haben seit 1945 sämtliche Höhen und Tiefen der Uno aus nächster Nähe miterlebt. Hat die Irakkrise der Weltorganisation einen absoluten Tiefpunkt beschert?Natürlich ist es unangenehm und sehr schade, dass sich die Mehrheit der Mitgliedstaaten in einer wichtigen Frage gegen die Vereinigten Staaten stellen. Aber die Meinung, dass es sich dabei um einen Tiefpunkt für die Uno handelt, entstammt einer sehr einseitigen Sicht. Die Uno ist nicht dazu ausersehen, immer zuzustimmen, wenn das mächtigste Land der Welt etwas unternehmen will – im Gegenteil. Als am 8. November zur Resolution 1444 mit 15 zu 0 abgestimmt wurde, sah alles noch sehr gut aus. Was lief schief?Für mich ...
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