Eine halbe Million Menschen gaben in Belgrad am vergangenen Freitag Zoran Djindjic das letzte Geleit. Sehr populär war der ermordete Ministerpräsident Serbiens allerdings nicht. Sein Ruf war im Ausland weit besser als zu Hause, wo er sich des Vorwurfs erwehren musste, er kusche vor dem Westen und der internationalen Finanzwelt. Mehr als Trauer und Respekt vor dem mutigen Politiker hat denn wohl der Protest die Menschen auf die Strasse getrieben, Protest gegen das mafiose Geflecht von Politik und Verbrechen, dem Djindjic zum Opfer fiel.
Wahrscheinlich gehören die Killer dem Zemun-Clan an, der sich aus gewöhnlichen Schwerverbrechern, entlassenen Sonderpolizisten, fronterfahrenen Freischär ...