Aus wissenschaftlicher Sicht war es ein Glücksfall. Im Herbst 2010 führte Professor Michael Siegrist, ein auf das Verhalten von Konsumenten spezialisierter Forscher der ETH Zürich, eine breite Untersuchung über die Akzeptanz der Kernenergie in der Schweiz durch. Kaum lagen die Auswertungen vor, kam es im japanischen Fukushima zur Kernschmelze. Siegrist nutzte die Gelegenheit, um den gleichen Leuten zwei Wochen nach dem nuklearen GAU noch einmal die gleichen Fragen zu stellen. Im Herbst 2011 – zwischenzeitlich hatten die Regierung und das Parlament in Bern den Atomausstieg verkündet – wiederholte er die gleiche Befragung ein drittes Mal.
Die Untersuchung der ETH ist aus verschiedenen ...