Die Sätze, mit denen Hans-Rudolf Merz sich vor den Medien die Kompetenz für den libyschen Kamelhandel zusprach, klangen trotzig bis heroisch: «In diesem Jahr bin ich der Bundespräsident!» Und: «Es galt, einen Führungsentscheid zu treffen. Ich habe ihn gefällt und übernehme dafür die volle Verantwortung mit all ihren Konsequenzen.» Faktisch sind die Worte naiv oder arrogant oder beides. Denn der schweizerische Bundespräsident ist für nichts von Belang zuständig. Das ist auch gut so.
In ihren Anfängen war die Schweizerische Eidgenossenschaft noch mit einem importierten Systemfehler behaftet: Der jeweilige Bundespräsident übernahm im Amtsjahr das Aussenministerium (damals «Po ...