Emile Parisien ist eine der starken, eigenwilligen, virtuosen und witzigen Stimmen im neuen französischen Jazz, mit seiner klassischen Ausbildung ein Beispiel auch für das Erstarken der europäischen Elemente im Jazz. Während das in vielen Fällen eine verkopfte Musik bedeutet oder ein Übergewicht der Komposition über die Improvisation oder der Konstruktion über das Spielerische, ist der 1982 in Cahors geborene Saxofonist bei aller technischen Brillanz und kompositorischen Klugheit ein joglar geblieben, ein Entertainer mit clownesken Zügen. So heisst auf seiner jüngsten CD mit Manu Codjia (gt), Simon Tailleu (b) und Mario Costa (dr) nicht zufällig ein dreiteiliges Stück «Le clow ...