Es gibt kaum etwas Ermüdenderes, als sich anderer Leute Träume mit ihrer schwindelerregenden Unlogik anhören zu müssen. Mindestens für unsereins. Andere hingegen erbauen Existenz und Weltanschauung aus diesem flirrenden Substrat.
Dem Nervenarzt Sigmund Freud gelang die Pioniertat, den Traum für unsere aufgeklärte Zeit als ernstzunehmende Botschaft zu rehabilitieren. Gerade an der Gegenüberstellung mit Freuds Traumdeutung lassen sich die Grundzüge des Welt- und Menschenbilds von Carl Gustav Jung zweckdienlich zeigen.
Freud las den Traum als bildhaft verschlüsselte Vermeldung verdrängter Triebregungen: Weil Erziehung und Moral manche der spontanen menschlichen Impulse schon im Ans ...