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Wikileaks ist weder gut noch böse, sondern ein heilsamer Schock. Die neuen Meister der Indiskretionen zwingen Staat und Bürger, in ein freieres Verhältnis zu finden.
Wenn Google durch die wichtigsten Strassen des Landes fährt, Kreuzungen und Häuser filmt und diese Bilder Usern, die geografische Orientierung suchen, zur Verfügung stellt, dann jaulen die Massen und die Datenschützer auf. Die Nummer eines Autos, das zur falschen Zeit an einem dummen Ort steht, könnte abgelesen und die Person, die vorbeihuscht, identifiziert werden. Wenn Wikileaks Bündel von vertraulichen diplomatischen Depeschen, geheimen militärischen Akten oder privaten Bankdaten (Kaupthing Bank, 2009) ins Netz stellt, werden die Enthüller als Helden gefeiert. Denn «unethisches Verhalten» von Regierungen und Unternehmungen, so die rasche Rechtfertigung, werde so für jedermann ...
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