Als US-Präsident Joe Biden im Juli auf Staatsbesuch in Saudi-Arabien war, hatte er eine Kernbotschaft: Amerika, sagte er, werde sich aus dem Mittleren Osten nicht verabschieden, weil er verhindern wolle, dass China, Russland oder der Iran das Vakuum ausfüllten.
Das ist mehr Wunsch als Realität. Denn am Freitag letzter Woche flog Chinas Präsident Xi Jinping nach seinem dreitägigen Besuch in Riad nicht nur mit prall gefülltem Auftragsbuch nach Peking zurück, sondern auch mit der Zuversicht, neue Freunde gewonnen zu haben, die sich nicht mehr ausschliesslich auf die USA, auf den Westen, verlassen wollen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte für Xi zudem Treffen ...