«Wir sind alle Amerikaner», titelte die französische Tageszeitung Le Monde zwei Tage nach dem 11. September 2001. Ein Satz, der nicht nur die Grande Nation mit ihrem traditionellen Widerwillen gegen jede Form von «amerikanischem Imperialismus» verwundert hat, aber angesichts des Massenmordes in New York und Washington mehr als verständlich war. Doch das Gefühl, einer Schicksalsgemeinschaft anzugehören, währte nicht lange.
Irrtum eins: Amerika ist selber schuld
Zwei Jahre nach den Terroranschlägen sind Mitgefühl und Solidarität in der Welt verflogen. Ablehnung und Schadenfreude machen sich breit. «Ja, das war schrecklich», findet manch einer (gerade auch in der Schweiz), «aber ...