An seinem Instrument entwickelte Paul Gonsalves für sein Publikum das Suchtpotenzial, das der Polytoxikomane selbst in seinem wirklichen Leben kannte. Geboren 1920 bei Boston, starb er 1974 in London an einem durch Drogen verursachten Herzversagen. Heute weitgehend vergessen, war dieser wunderbare Tenorsaxofonist «Duke’s man», vom Eintritt in Ellingtons Orchester 1950 bis zu seinem Tod. «Mex», wie sie Gonsalves nannten, hatte bei Ellington das Pult des grossen Ben Webster übernommen, dessen luftigem, voluminösem Ton-Ideal er in der Interpretation von Balladen viel verdankte. Allein, Mex war kein Webster-Epigone. In schnelleren Bluesnummern war er ...