Zwei scheinbar nicht miteinander zusammenhängende Ereignisse sind mir wieder eingefallen. So hörten wir in den siebziger Jahren, ein sowjetisches U-Boot habe auf dem atlantischen Meeresgrund vor Gibraltar riesige Blöcke von Mauerwerk entdeckt. Diese Nachricht, kombiniert mit grobkörnigen Unterwasseraufnahmen, wurde von den Massenmedien allenthalben als wichtiger neuer Beweis für Atlantis interpretiert. Und so rannten massenhaft Journalisten in Bibliotheken, um sich schlau zu machen über die ursprüngliche Quelle des Atlantis-Mythos: ein Spätwerk Platos mit dem Titel «Timaios», geschrieben vor mehr als 2300 Jahren in Athen.
Der Mythos handelt vom Schicksal einer uralten, aber hoch en ...