Kunst ist eine Sache, ihre Wahrnehmung eine andere, und beides hängt weniger eng zusammen als gemeinhin angenommen. Es stimmt, es gibt den Typus des «Rufers in der Wüste», der seiner Zeit so weit voraus ist, dass ihm das öffentliche Verständnis nicht nur eine Synkope hinterherhinkt (wie das Kirchenvolk der Orgel), sondern Generationen. Wenn es ihn überhaupt einholt. Dann rätseln die Enkel, wie den Altvordern so etwas unverständlich gewesen sein kann. Dem medialen Kunstzuhälter, also auch dem weltwöchentlichen Jazz-Chronisten, stellt sich allerdings eher ein gegenteiliges Problem. Was, wie auch immer, aus dem Rahmen fällt (und sei es auch nur in seiner Bizarrerie ausserordentlich) ...