Es gibt Musik, die ist gerade deshalb so aufregend, weil sie so unaufgeregt ist. So gelassen, so ganz ohne angestrengte Faxen. Kein hyperventilierender solistischer Profilierungswahn lenkt von der Substanz ab. Hier geht es nicht in erster Linie um Originalität, und gerade deshalb ist das Quartett des deutschen Tenorsaxofonisten Johannes Enders originell, auch wenn es zunächst nichts anderes scheint als die Neuauflage der alten Formel «Bläser plus Rhythmusgruppe». Die Musik klingt vertraut, like homecoming, aber der Teufel hockt bekanntlich im Detail, und der liebe Gott eben auch. In diesem Fall ist Letzterer engagiert. Enders’ Quartett ist eine hochintegrierte Formation, mit Jean Pa ...