Die Weitherzigkeit der schweizerischen Kulturförderung demonstriert die Literaturkommission des Kantons Bern eindrücklich: Sie vergibt den mit 20000 Franken dotierten Grossen Buchpreis heuer an Ibrahim al-Koni, einen Kulturnomaden der zeitgemässen Art: Geboren in Libyen, Studien im sowjetischen Bruderland, Journalist in Warschau, Kulturattaché des Terrorfinanciers Gaddafi, seit zwölf Jahren in der Schweiz lebend, mittlerweile in Goldiwil mit Blick auf den Thunersee. Dort schreibt er Bücher, die schwerpunktmässig um das Thema Wüste kreisen.
Der konsequent in den deutschen Sprachraum geförderte Ibrahim al-Koni erhielt 1995 erstmals einen Übersetzungszuschuss der Stiftung Pro Helvetia ...