Das Resultat ist brutal. Bei den eidgenössischen Wahlen vom Oktober hat die Sozialdemokratische Partei der Schweiz so schlecht abgeschnitten wie nie seit der Einführung des Proporzwahlrechts vor hundert Jahren. Sie kommt lediglich noch auf einen Wähleranteil von 16,8 Prozent. Umso grösser ist die Anteilnahme der Schweizer Medien am Schicksal der SP. Journalisten und Experten beugen sich wie wohlmeinende Doktoren über die Kranke und überbieten sich gegenseitig mit Ratschlägen und Rezepten. Weil Parteipräsident Christian Levrat inzwischen seinen Rücktritt angekündigt hat, haben sich die Diskussionen um die künftige Ausrichtung der Partei n ...