Stellen wir uns vor, ein armer Mensch besucht den Erdgipfel in Johannesburg, ein Tagelöhner aus Peru oder eine Näherin aus Thailand. Er könnte auch ein Kleinbauer aus Moçambique sein, das macht es uns Europäern in diesen Tagen der Jahrhundertflut leichter, sich in seine Notlage hineinzudenken. Auch ihm haben die Wassermassen vor zwei Jahren alles genommen, Haus und Hof, die Ernte, die Existenzgrundlage. Dieser Mann, nennen wir ihn João Tembe, kommt also zur angeblich grössten Tagung aller Zeiten: 60000 Abgesandte aus aller Herren Ländern, dazu eine Hundertschaft Staatschefs. Sie suchen nach Wegen, wie die bedrohte Umwelt des Planeten zu retten und die Kluft zwischen Armen und Reichen ...