Verena Diener hat das Image einer durchsetzungsstarken Strahlefrau. Weil die grünliberale Gesundheitsdirektorin zu Beginn ihrer Amtszeit vier kleinere Spitäler schloss, wurde sie bis in die SVP hinein als Heldin gefeiert. Ein gravierender Missstand allerdings beschädigt die so euphorische Bilanz: Das Universitätsspital Zürich, der Supertanker des kantonalen Gesundheitswesens, droht den Ruf als internationale Topadresse zu verlieren.
Besorgte Kader haben die Chefärztegesellschaft der Universitätskliniken des Kantons Zürich (CUK) gegründet – mit dem Ziel, die «bedrohte Spitzenmedizin» wieder zu stärken. In einem Brief an die Gesundheitsdirektorin vom 19. September 2005 listet die ...